Neue Blutspenderegeln ab 1. Februar 2026
Ab dem 1. Februar 2026 treten in der Schweiz neue Bestimmungen für die Blutspende in Kraft. Dann dürfen auch Personen Blut spenden, die in der Vergangenheit eine Bluttransfusion erhalten haben, sich längere Zeit im Vereinigten Königreich aufgehalten haben oder bestimmte medizinische Eingriffe durchlaufen haben. Grundlage dieser Änderung sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die belegen, dass das Risiko einer Übertragung der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) über Blut heute als äusserst gering einzustufen ist.
Betrifft mich diese Anpassung?
Sie dürfen neu Blut spenden, wenn
- Sie eine Bluttransfusion erhalten haben,
- Sie sich zwischen 1980 und 1996 für mehr als sechs Monate im Vereinigten Königreich (UK) aufgehalten haben,
- Sie in der Schweiz nach 1993 ein Zahnimplantat erhalten haben, für dessen Herstellung Gewebe oder Zellen menschlichen oder tierischen Ursprungs oder ihre Derivate verwendet wurden,
- Sie einen neurochirurgischen Eingriff hatten.
30 Minuten für ein Leben

Betroffene sagen Danke!
Täglich sind Menschen in der Schweiz auf Blutspenden angewiesen und sind dankbar:
«Aus uns heute noch unbekannten Gründen erkrankte ich im Alter von 16 Jahren an einer autoimmunen Erkrankung, die meine Blutbildung beeinträchtigte. Man vermutet, dass meine plötzliche Erkrankung durch eine Infektion ausgelöst wurde, doch sicher ist man sich nicht. Sowohl meine roten Blutkörperchen (Erythrozyten), meine Blutplättchen (Thrombozyten) als auch meine weissen Blutkörperchen (Leukozyten) wurden von meinen Lymphozyten als Fremdkörper angesehen und dementsprechend bekämpft. Ich konnte kein eigenes Blut mehr bilden. Man nennt diese Erkrankung (schwere) Aplastische Anämie.
Es vergingen mehrere Monate im Krankenhaus, in denen ich fast täglich Bluttransfusionen benötigte. In dieser Zeit probierte man mein Immunsystem zu unterdrücken, damit sich mein Knochenmark erholen konnte (dort findet die Stammzellproduktion statt), aber leider schlug diese Therapie nicht an. Nachdem ich eine Lungenentzündung bekommen hatte, entschied man sich schliesslich für eine Stammzelltransplantation, wobei der Spender mein Vater sein durfte.
Von da an verbrachte ich wieder mehrere Monate in kompletter Isolation, um weitere Infekte zu vermeiden. Tägliche Infusionen und Transfusionen waren in dieser Zeit zur Routine geworden, doch langsam erholte ich mich wieder.
Es ist nun ein Jahr seit meiner Transplantation vergangen und ich kann ein ganz normales Leben führen. Ich gehe zwar immer noch regelmässig zur Kontrolle, aber die Krankheit ist überstanden.
Ohne die Hilfe aller Ärzte, des Pflegepersonals, meiner Familie und natürlich auch all den Blutspenden wäre meine Genesung ein unerfüllbarer Traum geblieben.»
Eine junge Patientin







